Projekte

Mobilität im Wandel - Transnationale Verkehrsbeziehungen in europäischen Grenzregionen seit 1945

seit 2014

Die transkontinentalen Ost-West-Verkehre haben in den letzten 25 Jahren eine beeindruckende Renaissance erfahren, wobei sich diese größtenteils auf die internationalen Korridore konzentriert, die sich auch in den Planungen der Transeuropäischen Netze wiederfinden. Dagegen ist im Bereich der regionalen Austauschbeziehungen seit 1989 eine stagnierende bis rückläufige Entwicklung zu verzeichnen. Entlang der deutsch-polnischen Grenze lässt sich diese kontrastierende Entwicklung insbesondere – aber nicht nur – im Bereich der Eisenbahn beobachten, deren Verkehr auf wenigen Achsen verdichtet ist, wohingegen das übrige, einstmals überaus feinmaschige Netz nur punktuell genutzt wird. In der Konsequenz gibt es neben wenigen frequent angebundenen Destinationen großflächige Räume, die für die Bevölkerung auf der jeweils anderen Seite der Grenze nur über Umwege und unter hohem Zeitaufwand zu erreichen sind.

Die zugrundeliegenden Austauschbeziehungen und -bedürfnisse wurden bislang kaum zusammenhängend untersucht – einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke soll das hier vorgestellte Promotionsvorhaben leisten. Dazu richtet sich der Blick zunächst auf die historische Entwicklung, wobei die Wendepunkte von 1945 und 1989 sich bis heute nachhaltig auf die Entwicklung der transnationalen Mobilitätsbeziehungen auswirken. Die Betrachtung der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Dimension der Grenze ist dabei von zentraler Bedeutung, um die heutige Situation bewerten und Szenarien für die weitere Entwicklung der transnationalen Mobilität aufzeigen zu können. Im Rahmen des Projektes ist neben der deutsch-polnischen Fallstudie eine vergleichende Untersuchung in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens vorgesehen.

Projektpräsenz auf der Plattform B/ORDER STUDIES

Projektbeteiligte am Center